So wir(k)st du sympathisch: Empathie für schöne Beziehungen

Empathisch sein - wissen, was dem anderen grade gut tut.

So wir(k)st du sympathisch: Empathie für schöne Beziehungen

Empathie macht uns sympathisch – und mehr

Wie wichtig Empathie für unser Leben ganz allgemein ist, und wie sie entsteht, hab ich dir im letzten Artikel beschrieben. Schau ihn dir gern an, wenn du mehr darüber erfahren willst, wie Empathie entsteht! Ganz besonders wichtig ist Empathie auch in unserem Privatleben – unseren Beziehungen zur Familie, Freunden und unserem Partner. (Oder natürlich auch der Partnerin – entschuldige bitte, aber ich bin kein Fan von diesem ganzen „Gendern“ – ich denke, du weißt auch so, was ich meine.) 😉

Empathie bedeutet auch, zu wissen, wann wir lieber nichts tun

Ein sehr wichtiger Punkt ist, dass wir als empathische Menschen auch wissen sollten, wann wir uns besser zurückziehen. Wann es für unser Gegenüber angenehmer ist, wirklich in Ruhe gelassen zu werden, wenn wir nicht nachfragen, oder mit unserer Körpersprache unser Verständnis zeigen wollen. Das ist so ein wichtiger Aspekt, und leider wird er sehr gern ignoriert – deshalb möchten wir, du und ich, ihm mal etwas mehr Aufmerksamkeit schenken.

Ich zeige dir, was genau ich meine. Diese Situation hier hast du sicher, in der einen oder der anderen Rolle, auch öfter erlebt:

Du sitzt abends mit deinem Freund (oder mit (d)einer Freundin) auf der Couch und hast die ganze Zeit schon dieses Gefühl: Irgendwas stimmt nicht.  Er (ich bleibe mal beim Partnerbeispiel, weil das für uns Frauen besonders spannend sein kann) ist ungewöhnlich ruhig, macht einen deprimierten, sogar fast traurigen Eindruck auf dich. Du möchtest ihm gern helfen, ihn aufbauen und ihm die Schulter zum anlehnen sein. Also fragst du, als gute, empathische Freundin: „Du siehst so traurig aus, was ist denn los?“ Und er antwortet, wie Männer so sind: „Nichts, alles gut.“ Aber in einem Ton, der alles andere als „gut“ klingt. Du fragst nochmal, bekommst die gleiche Antwort: „Es ist wirklich nichts. Lass mal bitte.“ Mal ganz ehrlich – wie würdest du in dieser Situation reagieren, wenn du merkst, dass NICHT alles ok ist?

Wahrscheinlich würdest du so lange fragen, bis du aus deinem Partner rausbekommen hast – was sein Problem ist, warum es ihm nicht gut geht… Seien wir ehrlich, wirklich gut fühlt sich dein Freund dabei garantiert nicht – weder verstanden noch wird es ihm dadurch besser gehen.

Wenn er nicht reden will, dann ist das auch ok

In unserer Situation gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder geht es ihm WIRKLICH gut, und der betrübte Eindruck täuscht dich. Oder irgendwas hat sich auf der Arbeit, mit einem Kumpel, in der Familie zugetragen (oder es ist ein ganz anderer Grund – ich kenne deinen Freund nicht). In jedem der beiden Fälle wird deutlich: Er möchte nicht darüber reden. Punkt. Dann solltest du an dieser Stelle deine Empathie beweisen und ihm seine Ruhe, seinen Freiraum lassen – du hast ihm bereits klar gemacht, dass er jederzeit mit dir darüber reden kann. Einen Tag später wird er wahrscheinlich von selbst erzählen, was mit ihm los war.

Empathisch sein - wissen, was dem anderen grade gut tut.
Empathisch sein – wissen, was dem anderen grade gut tut.

Versetz dich immer in die (emotionale) Situation des anderen

Manchen Menschen fällt das leichter, anderen dafür unheimlich schwer: Sich in die Gefühle des anderen hineinzuversetzen und zu verstehen, dass ihm der Abstand grade einfach nur gut tut. Das hat nichts damit zu tun, dass sich dein Partner oder deine Freundin dir nicht öffnen möchte, sondern es in dem Moment nicht kann.

Du kennst das bestimmt auch – du bist einfach fertig von der Arbeit oder hattest einen dummen Streit mit einer Freunden – und willst einfach jetzt nicht mehr darüber nachdenken – geschweige denn reden! Wenn du dann deinem Partner mitteilst, dass alles ok ist, und er aber trotzdem immer weiter bohrt – er spürt, dir geht es nicht gut, will dir helfen, für dich da sein – tut dir das dann gut?

 

 

 

Mach den Menschen, die dir wichtig sind (Partner, Freunde, Familie…)  in solchen Situationen klar, dass du deine Stimmung, dein Schweigen nicht mit ihnen zu tun hat – dass dir einfach grade nicht nach Reden ist – du aber sehr zu schätzen weißt, dass sie für dich da sind. Umgekehrt kannst du diese Technik auch anwenden. Sag deinem Freund, wenn es ihm nicht gut geht, und der nicht darüber reden möchte, dass du für ihn da bist! Und er es sich jederzeit anders überlegen kann – und du verstehen kannst, wenn er lieber seine Ruhe haben möchte.

Welche Situationen kennst du – aus beiden Perspektiven? Welche Fragen zur Empathie schwirren dir noch durch den Kopf? Ich freue mich über deine Meinungen und Erfahrungen!

 

 


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