Mein Trainer-Leben #2 Wir nennen uns „Freiberufler“, also sollten wir auch frei SEIN

Mein Trainer-Leben #2 Wir nennen uns „Freiberufler“, also sollten wir auch frei SEIN

Trainer-Tagebuch #2 Oder ich missbrauche meinen Business-Blog als Tagebuch

Bist du auch selbstständig, Freiberufler, Trainer & Coach ? Von so vielen Klienten und Kollegen höre ich: „Seit 3 Jahren bin ich selbstständig und hatte seitdem nicht ein einziges mal frei, es geht einfach nicht!“  Liebe Freiberufler- und Trainerkollegen. Wenn wir freiberuflich sind, sind wir unser eigener Chef. Und wenn du seit 1 Jahr, 2 oder sogar 3 Jahren keinen Urlaub mehr hattest – bist du ein verdammt schlechter Chef…

Freie Trainer arbeiten wann sie wollen, wo sie wollen, oder ?

Wir sind freie Trainer, mit allen Vor- und Nachteilen.

Und die Vorteile genieße ich grade zu 150 %. Venedig.  Traumhafte Reise. Auch wenn ich vorher Angst/schlechtes Gewissen/Stress hatte – bin so verdammt froh, dass ich es gemacht hab! Nach 4 Wochen Dauerarbeiten (kennst das ja, “selbst und ständig“), 4 Seminaren, Coachings, Podcast und co. Kam die “Zwangspause“. Den Venedig Trip hatte ich spontan im März gebucht. Als ich dachte, unsere Reise nach Frankreich hätte sich wegen der Berliner Streiks erledigt. Dann, wenige Tage vor der Venedig Reise dachte ich: “Verdammt, ich kann nicht weg, keine Zeit. Ich schaffe das alles nicht, wegfliegen geht nicht.“ Tja, stornieren ging auch nicht, das hat meine Unterkunft nicht akzeptiert. Also flog ich trotzdem mit diesem Angst, Druck, Stress-Gemisch im Bauch. Zum Glück.

Ich hab einfach Pause gedrückt – direkt nach meinem Seminar-Marathon

Ja, Angst, Druck und vor allem: Ein verdammt schlechtes Gewissen. Ich hatte doch noch so viel zu tun! Podcastfolgen für dich aufnehmen, Blogartikel schreiben, meine Seminare auswerten, das Feedback verarbeiten, neue Übungen entwickeln, Coachings (die Liste ist noch nicht fertig, aber ich will dich nicht zu sehr langweilen). Diese ganzen Gefühle hab ich eiskalt ignoriert. Bin trotzdem (oder grade deswegen?) in den Flieger rein und hab rückblickend GENAU DAS gemacht, was ich grade am meisten gebraucht hab.

Die 3 Tage waren genau das Richtige – für mich & Podcast & Coachings & Co.

Raus aus Deutschland, in diese kleine, romantische (wirklich verliebte Pärchen an jeder Ecke :D), andere Welt. Mir kam Venedig genau so vor. UND ALLE Klischees erfüllt: Süße Kanäle, Eis und Pizza, singende Gondeliere mit Hut und Streifen Shirt an jeder Ecke… Übrigens ganz niedlich diese italienischen Gondelfahrer. Zwinkern dich soooo charmant an – und fallen vor (Schreck, Überraschung?) fast ins Wasser, wenn du zurück zwinkerst. Kurz gesagt, es war der Hammer.

Ohne Laptop, dafür mit Notiz Zetteln für neue Podcast- und Seminar Ideen. Die kommen mir genau im Abschalten am liebsten. “Toll, du hattest ne schöne Zeit (blöde Kuh XD) – was bindest du mir das auf die Nase?“ Vielleicht fragst du dich das so (oder so ähnlich). Weil ich will, dass du dir sowas auch gönnst. Weil du auftanken sollst, was für dich tun kannst, was dir genau JETZT am besten tut.

Das geht für mich an so einem Kurztrip (allein) am allerbesten.

Bevor ich nach Venedig geflogen bin, hatte ich SO ein schlechtes Gewissen. Angst, nichts zu schaffen, Stress hoch 10. Am Ende bin ich verdammt froh und dankbar, für diese Auszeit. SO viele Ideen, Gedanken und neue Übungen für meine Seminare, meinen Podcast hatte ich noch nie. Wenn du in dich investierst, Zeit, Geld – dann investierst du als Freiberufler auch in dein Business. In deine Coachings, deine Seminare, deinen Podcast & Blog. Was hält dich JETZT noch davon ab, dir mal wirklich ein paar Tage frei zu gönnen? Ein paar Tage nur für dich, vielleicht sogar die Koffer zu packen und (mit Kind und Kegel ODER allein) über´s Wochenende zu verreisen?


1 COMMENT
  • FreeLancer
    Antworten

    So ein Trip nach Venedig für ein paar Tage kann einem gut helfen, sich vom Gedanken zu trennen, immer alles unter Kontrolle haben zu müssen. Es gibt zu viele Dinge, die nicht beeinflusst oder erkannt werden können. Wenn man glaubt, alles kontrollieren zu müssen, erzeugt man für sich einen Dauerstress (einige Tipps zu dessen Reduzierung gibt es bei http://www.freelance-market.de/d/so-reduzieren-sie-ihren-taglichen-stress).

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