Gelassen bleiben

Unter Druck gelassen bleiben: 3 Sofortstrategien

Gelassen bleiben, wenn es wirklich darauf ankommt

Wie im vorherigen Teil unserer Reihe erlebst du heute, wie Fabian im entscheidenden Moment merkt, dass er alles andere als gelassen ist.

Fabian steht vor seinem Team. Seit zwei Wochen ist er neuer Abteilungsleiter und will zeigen, dass er die richtige Wahl ist. Die Inhalte sitzen, er hat sich gut vorbereitet.

Dann schaut er in die Runde. Alle Augen seiner 40 neuen Mitarbeiter sind auf ihn gerichtet.

In genau diesem Moment kippt es. Fabians Herz schlägt schneller, seine Stimme klingt leer und angespannt und er merkt, wie er den Faden verliert. Innerlich rast ihm nur noch ein Gedanke durch den Kopf:

Ich muss jetzt überzeugen. Ich darf mir keinen Fehler erlauben.

Warum du in solchen Momenten nicht gelassen bleibst

Hattest du schon mal eine ähnliche Situation, wie Fabian? Mach dir klar: Du bleibst wirst nicht deshalb unruhig, weil du es nicht kannst. Du bleibst nicht gelassen, weil dein System auf Druck reagiert.

Gerade als Führungskraft ist der Druck hoch und es hängt wirklich einiges von dir ab:

  • Du willst überzeugen
  • Du willst ernst genommen werden
  • Du willst zeigen, dass du gut genug bist

Genau diese Gedanken lösen Stress aus. Dein Körper geht in einen Zustand, in dem Zugriff auf deine eigentliche Stärke schwieriger wird.

Ich kenne genau diese Momente selbst

Ich hatte genau das bei einem Pitch vor meinem potenziellen Verlag für mein Buch.

Das war eine große Chance für mich und plötzlich war sie wieder da, diese alte Aufregung. Dabei dachte ich, ich hätte das längst im Griff. Mein erster Gedanke mitten in der Verhandlung war:

Das kann jetzt nicht sein. Gerade ich muss doch souverän sein. Ich muss doch jetzt überzeugen.

Der entscheidende Punkt war genau das: Gelassen bleiben heißt nicht, dass nie wieder Unsicherheit da ist. Es bedeutet, dass du weißt, wie du mit ihr umgehst.

Ich habe meine Methoden genutzt, die ich auch für meine Klienten immer anwende: meine Stimme bewusst eingesetzt, den Druck gestoppt und wieder innere Gelassenheit bekommen. Am Ende habe ich überzeugt, den Buchvertrag unterschrieben und jetzt erscheint das Buch am 30.04. im Campus-Verlag.

Was sich verändert, wenn du gelassen bleiben kannst

In meiner Arbeit sehe ich immer wieder und vermute das auch bei dir: Deine Kompetenz ist längst da. Was fehlt, ist der Zugriff in genau diesen stressigen Momenten.

Lerne, mit Druck anders umzugehen, dann verändert sich viel gleichzeitig. Du …

  • … sprichst ruhiger und klarer
  • … wirst weniger hinterfragt
  • … wirkst präsenter und überzeugender
  • … gehst entspannter in wichtige Termine und hast sogar Freude daran (Ja, auch mir hat die Buchverhandlung am Ende Spaß gemacht, ehrlich.)

Dein erster Schritt, der sofort wirkt:

Wenn du das nächste Mal in so einer Situation bist: Hör auf, die Nervosität wegzudrücken. Richte stattdessen deine Aufmerksamkeit bewusst auf dich:

  • Wo spürst du gerade Anspannung?
  • Wie verändert sich deine Atmung?
  • Woran bemerkst du die Aufregung?

Wie du wirklich lernst, gelassen zu bleiben

Nimm alle diese Punkte wahr und merke, wie du allein dadurch ruhiger wirst. Gib dir damit die Erlaubnis, dich so aufgeregt, unsichere, angespannt … zu fühlen. Lass es da sein. Sei damit wirklich gelassen, indem du das so sein lässt, wie es ist.

Gelassenheit entsteht, indem du alles für den Moment so sein lässt, wie es ist.

Mach dir bewusst: Gelassen bleiben ist keine Frage von Talent. Es ist ein Prozess, den du lernen kannst.

Entscheidend sind diese vier Dinge:

  • Erkenne inneren Druck frühzeitig
  • Verstehe deine persönlichen Ursachen dahinter
  • Löse die Anspannung gezielt
  • Nutze deine Stimme bewusst, um Gelassenheit zu verankern

Genau diese Kombination aus Psychologie, Stimme und Umsetzung im Alltag macht den Unterschied. Wenn du das wirklich verändern willst

Selbstbewusst führen in 30 Tagen

In meinem Buch „Selbstbewusst führen in 30 Tagen“ gehen wir gemeinsam genau diesen Weg:

Du begleitest dort unter anderem Fabian und siehst, wie er Schritt für Schritt lernt, in genau solchen Situationen ruhig zu bleiben und wirklich als Führungskraft anzukommen.

Und vielleicht ist das der wichtigste Punkt: Du musst nicht jemand anderes werden. Du darfst „nur“ lernen, in den entscheidenden Momenten wieder auf das zugreifen zu können, was längst in dir steckt.

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