Nie mehr vergleichen: Coaching aus dem Hörbuch Selbstvertrauenssache

Mehr Selbstvertrauen

Nie mehr vergleichen: Coaching aus dem Hörbuch Selbstvertrauenssache

Du hast einen tollen Erfolg erreicht. Aber Moment, hat deine Kollegin etwa doppelt so viele neue Kunden gewonnen, wie du? Und schon erscheint dir dein Erfolg weniger wertvoll und du fühlst dich enttäuscht. Wieso fällt es auch der einen Freundin so leicht, auf neue Menschen zuzugehen und dabei immer gute Laune zu haben? Wenn du doch nur etwas mehr sein könntest, wie sie! Solche Gedanken gehen auch Miriam, unserer Hauptfigur der „Selbstvertrauenssache: Charisma Queen II“ durch den Kopf. Mit Unterstützung ihres besten Freundes Maxim und einfachen Sofort-Übungen, schafft sie es, ihre Erfolge stärker wahrzunehmen und sich nicht mehr mit anderen zu vergleichen.

Leseprobe „Selbstvertrauenssache“: Warum „Vergleiche“ jedes Selbstbewusstsein im Keim ersticken

Miriam lief langsam durch den kleinen Park, der zwischen der Haltestelle und ihrer Wohnung lag. Manchmal war ihr danach, ein bisschen mehr zu laufen und sie stieg ein oder zwei Stationen früher aus. Heute war so ein Tag, der Himmel war ganz klar und die Luft roch irgendwie frisch. So, als würde bald der Frühling kommen und trotzdem war es noch klirrend kalt für Ende Februar.

Einfach sagen zu können, was sie wollte, das wäre fantastisch. Vielleicht war der erste Schritt, zu wis- sen, was sie wollte? So richtig konnte das ja aber nicht sein, sie hatte schließlich ganz genau gewusst, dass sie ihren Karamell-Kaffee wollte. Und trotzdem war sie nicht in der Lage gewesen, dafür einzustehen. Klarissa … Klarissa machte es einfach, sie sagte und tat, was sie wollte.

Was hatte Klarissa, was sie nicht hatte? – Stop! Das war genau so ein Gedanke, wie Miriam ihn nicht mehr haben wollte! Sie war eben Miriam und das war okay so.

Miriam war es zusehends leid, bei Vergleichen immer im Glanz anderer zu verblassen. Stattdessen wollte sie lieber an etwas ganz anderes denken, wenn ihre Gedanken zu Klarissa abzudriften drohten. Am liebsten an etwas, das ihr ein gutes Gefühl brachte. Fabian. Der hatte ihr ganz schön aus der Patsche geholfen und sie freute sich schon darauf, endlich richtig im Kreativ-Team zu arbeiten. Vielleicht könnte sie dann auch mal zusammen mit ihm ein Projekt betreuen? Dann konnte Miriam allen, und auch Fabian, zeigen, was sie drauf hatte. Während sie die letzten Meter zu ihrer Wohnung zurücklegte, stellte sie sich vor, wie es wäre, endlich selbst Kampagnen zu leiten und ihre Ideen umzusetzen. So kam sie weg von den Gedanken, die sie doch nur zu sinnlosen Vergleichen mit anderen führten.

Was bringen solche Gedanken, die Miriam eben geplagt haben?

Ja, was hatte Miriam davon? Was hast du von solchen Gedanken? Du bist frustriert und kannst mit deinen Erfolgen niemals wirklich zufrieden sein.

Denn irgendwo ist immer irgendjemand „besser“ als du. Es bringt dich kein bisschen weiter und im schlimmsten Fall können diese Vergleiche dich so negativ beeinflussen, dass du dein Hobby, deine Leidenschaft, dein großes Talent aufgibst, weil du immer Angst hast, nicht gut genug zu sein. Oder weil du dich immer wieder unsicher und nicht gut genug fühlst und dir dadurch nichts zu- traust. Und nicht nur das, diese Vergleiche kosten dich Energie. Vergleiche bringen nichts. Wenn du dich ständig vergleichst, wirst du nicht besser, klüger, kreativer …, Vergleiche bringen dich kein bisschen weiter. Egal, wie oft oder mit wem du dich vergleichst. Mach dir das immer wieder klar und nutze deine Energie stattdessen für die Dinge, die dich deinem Ziel näher bringen.

So hörst du auf, dich mit anderen zu vergleichen

#1 Mach dir im Alltag klar, warum es dir nicht gut tut, dich mit anderen zu vergleichen

Du kannst dich nicht mit anderen vergleichen. Das liegt nicht daran, dass du nicht gut genug bist. Es ist einfach nicht möglich, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Genauso wenig, wie du deine Erfolge mit denen anderer vergleichen kannst. Denn dich zu vergleichen verhindert, dass du mit dir selbst zufrieden sein kannst. Ganz oft vergleichst du dich unbewusst und merkst nicht mal, wie negativ sich dieser Prozess auf dich auswirkt. Deshalb solltest du im ersten Schritt immer bewusst wahrnehmen, wenn du dabei bist, dich wieder zu vergleichen. Und zwar am besten, BEVOR du es machst. Oft vergleichst du dich unbewusst und denkst dann, ach, toll, die ist schon so weit und ich hänge immer noch in meinem Assistenz-Job rum (das wäre ein klassischer Miriam-Gedanke).

Wie entspannt wärst du, wenn du einfach mit deinen Gedanken bei dir bleiben und damit zufrieden sein könntest, wie du bist? Dann lenkst du gleichzeitig deine Energie viel produktiver auf deine eigenen Ziele und Projekte und fühlst dich gleichzeitig entspannter.

#2 So brichst du aus dem Teufelskreis des „Vergleichens & Unsicherseins“ aus

Sobald du merkst, dass du dich vergleichst, steigst du bewusst aus der Situation aus, indem du deine Aufmerksamkeit auf deine eigenen Erfolge lenkst und sie rational mit Argumenten untermauerst. Im zweiten Schritt belegst du sie zusätzlich mit emotionalen Empfindungen, die mit deinen Erfolgen verbunden sind, indem du dich mental und emotional in die erfolgreiche Situation zurück versetzt.

#3 Du brichst aus dem Muster aus, indem du bewusst den einzigen Vergleich nutzt, der wirklich funktioniert.

Moment mal. Du liest hier die ganze Zeit davon, wie unmöglich und sinnlos Vergleiche sind, und nun soll es doch einen Vergleich geben, der klappt?

Ja! Du kannst dich immer und überall mit dir selbst vergleichen. Das ist die einzige Art von Vergleich, die wirklich Sinn hat. Hättest du diese Präsentation letztes Jahr schon so souverän gehalten, wie letzte Woche? Wusstest du schon zwei Monate vorher, dass du in der neuen Abteilung so einen super Job machen würdest? Du entwickelst dich selbst immer weiter, egal auf welche Weise oder in welchem Gebiet. Du musst dir deiner Fortschritte nur noch bewusst werden. So stärkst du auch dein Selbstvertrauen, bist zufriedener mit dir und das bringt dich viel schneller voran! Hättest du gedacht, dass du heute über die Zweifel von vergangenem Monat lachen kannst?

Vergleiche deine aktuelle Situation mit deiner Situation vor einem Jahr, vergleiche dein aktuelles Selbst mit deinem vergangenen Selbst. Schau einfach mal auf das zurück, was in der Zwischenzeit passiert ist. Woran bist du gewachsen? Was hast du erreicht? Was hast du geschafft?

Auf Miriam Art

Miriam erkannte Maxim schon von Weitem. Er war etwa der Überzeugung, dass im Winter sowieso schon alles grau in grau war, und daher müsse man das Ganze nicht noch grauer machen. So erkannte Miriam ihn auch heute schon aus zig Metern Entfernung an seinem leuchtend gelben Wintermantel und den blauen Stiefeln. Seine blonden, lockigen Haare versteckten sich unter einer dicken Wollmütze. Nur an der Seite blitzte eine helle Locke hervor. Er stand direkt neben der lebensgroßen Statue von irgendeinem Philosophen, der ihre Stadt mal besucht hatte und winkte Miriam zu.

„Super, dass du das so schnell geschafft hast.“

Die beiden schlenderten einfach so die kleinen Wege entlang, der Schnee war schon längst klumpigen Eisbrocken gewichen und würde bestimmt in den nächsten Tagen anfangen zu schmelzen.

„Du sag mal Maxim, findest du, ich bin zu schüchtern?“ „Wie kommst du darauf?“
„Jetzt sag einfach.“

„Naja, eine Rampensau bist du jetzt nicht gerade, aber ich mag das. Muss doch nicht jeder immer so auf die Kacke hauen.“ Die beiden gingen kurz schweigend weiter, die Hände in den Manteltaschen vergraben. Miriam dachte kurz an ihr Treffen mit Klarissa. „Nein, ich meine ja nicht, ob ich eine Rampensau bin, sondern eher dieses, naja, die eigene Meinung sagen und so.“ Maxim sah sie fragend an und Miriam setzte nach.

„Also, ich war eben mit Klarissa einen Kaffee trinken und hab einen Latte Macchiato mit Karamell bestellt.“ „Ach, da in Luna ́s Café? Die Teile liebe ich!“ „Ja, genau da. Jedenfalls kommt die Bedienung und bringt mir einen Cappuccino.“ „Also nicht das, was du wolltest.“

„Nicht, was ich wollte, genau. Und was mache ich?“ Maxim hob fragend eine Augenbraue und sah sie abwartend an. „Nichts – ich habe NICHTS gesagt, ich wollte einfach keine Umstände machen.“

„Und hast dafür nicht das bekommen, was du wirklich wolltest.“

„Am Ende doch, weil Klarissa plötzlich die Kellnerin etwas forsch damit konfrontiert hat, dass ich etwas anderes bestellt hätte. Und ich selbst hab bis dahin irgendwie kein Wort rausbekommen. Bin ich zu verklemmt? Wieso kann ich nicht auch so mutig, so, so …“

„…wie diese Klarissa sein?“, beendete Maxim ihren Satz.

„Genau.“

Nachdenklich drehte Maxim einen Zweig in der Hand, den er zuvor vom Boden aufgehoben hatte. Miriam hatte ihm schon öfter von Klarissa erzählt. Fast schon vorgeschwärmt. Dabei klang diese Person für ihn alles andere als sympathisch. Er mochte diese Wichtigtuer nicht, die sich immer in den Mittelpunkt drängen und heraushängen lassen mussten, wie toll sie waren. Er fand es schade, dass sich Miriam so oft an Klarissa zu messen schien.

„Vielleicht ist dein Problem gar nicht, dass du nicht wie Klarissa bist, sondern dass du nicht so richtig für dich selbst einstehen kannst.“ „Verstehe ich nicht, das ist doch dasselbe?“ „Naja, Miriam, ich glaube du könntest auch für dich einstehen ohne gleich wie Klarissa zu sein. Indem du eben trotzdem sagst, was du willst, aber auf die Miriam-Art, eine ruhigere Art. Das ist doch nicht verkehrt“

In Miriams Welt war es das irgendwie schon. Wer wollte denn schon ruhig und zurückhaltend sein, wenn alle erfolgreichen Menschen immer laut und fordernd waren?

„Aber Klarissa IST nun mal besser als ich“, stieß Miriam etwas trotzig hervor. „Sie arbeitet in der Kreativ-Abteilung, stellt jede Woche neue Projekte für neue Kunden vor und übernimmt diese Projekte auch meistens. Sie ist so viel weiter als ich! Dabei bin ich sogar ein Jahr älter. Was stimmt denn da nicht?“

Maxim drehte sich zu ihr und packte sie kurz an den Schultern. Manchmal wollte er sie bei solchem Gerede einfach nur durchschütteln, bis der Verstand wieder am richtigen Platz saß.

Klarissa ist anders als du, das heißt nicht, dass sie ein besserer Mensch ist.

„Sie ist anders als du. Mensch, Miriam. Lass Klarissa und ihre Projekte doch mal sein. Was ist denn los mit dir? Weißt du nicht mehr, was du in den letzten Monaten alles erreicht hast?“

Miriam überlegte kurz. Aufgewühlt wie sie war wollte sie am liebsten Nichts! antworten. Aber dann dachte sie noch einmal genauer an die letzten Monate. Sie hatte mit ihrem Chef darüber gesprochen, intern in Klarissas Kreativ-Abteilung versetzt zu werden. Er hatte Entgegenkommen signalisiert, als Bedingung hatte er jedoch mehr Engagement von ihr gefordert. Miriam hatte die Herausforderung angenommen und unter großem Einsatz in den letzten Wochen immer wieder zusätzliche Aufgaben übernommen und ihrem Chef ihre kleinen Fortschritte und neue Ideen per Mail geschickt. Schriftlich konnte sie viel hartnäckiger sein, als in den Momenten, in denen sie ihrem Chef direkt gegenüber stand.

„Ja stimmt schon. Ich wollte ja unbedingt zu Klarissa in die Kreativ-Abteilung und letzte Woche meinte mein Chef, ich sollte öfter mal bei den Meetings ihrer Abteilung teilnehmen.“

„Na, siehst du!“ Maxim ließ ihre Schultern los und fing an, beim Reden zu gestikulieren, das machte er immer, wenn ihm ein Thema besonders wichtig war. Das musste eine seiner Lehrerangewohnheiten sein. Er hielt auch öfter vor seinen Schülern kleine Motivationsreden.

„Da ist es doch, du hast selbst schon viele Erfolge erreicht, aber eben auf deine Art. Auf Miriam-Art.

musst nur mal anfangen, deine Erfolge auch wahrzu- nehmen. Aber wie soll das gehen, wenn du mit dei- nen Gedanken ständig bei Klarissas toller Karriere hängst? Bleib mehr bei dir selbst! DU hast auch schon viel erreicht. Darauf kannst du doch aufbauen.“

Miriam musste kurz lachen, sie stellte sich gerade vor, wie Maxim einer ganzen Schulklasse voller unmotivierter und vielleicht genervter Teenager diese Brandrede hielt. Sie lächelte ihn an und holte zu einer Erwiderung aus.

Wenn dir der Auszug gefallen hat, ist das Buch „Selbstvertrauenssache: Charisma Queen II“ genau richtig für dich.

Alles Liebe

Deine Laura

P.S.

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