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Depressive Phasen? Nicht mit dir! Diese Frage wurde mir auf Instagram (@seidirselbstbewusst) gestellt: Wie gehe ich besser mit depressiven Phasen um und die kann ich sie vorbeugen? Gerade, wenn es dir an bestimmten Tagen schlecht geht oder eine depressive Phase die nächste jagt, fühlst du dich, als würdest du nie wieder froh sein können. Dann kannst du bestimmt die ganzen klassischen Tipps wie Dankbarkeit und Erfolgstagebuch nicht mehr hören. Ich auch nicht. Deshalb bekommst du heute ein paar neue Strategien von mir, mit der die nächste depressive Phase schnell überwunden ist. Bevor wir genauer einsteigen: Wir unterscheiden in depressive Phase und Depression als klinischer Störung.Depressive Phasen hat jeder, das ist völlig normal.
Die sind emotional und auch hormonell bedingt. So eine depressive Phase ist im Vergleich zur Depression weniger schwer und meistens nach ein paar Tagen wieder vorbei. Die psychische Erkrankung „Depression“ dauert mindestens 2 Wochen und bringt Symptome wie: Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen sowie Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten mit sich. An fast allen Tagen, die meiste Zeit des Tages, so klassifiziert es das Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen (kurz: DSM-5). Darum soll es heute NICHT gehen, solltest du das Gefühl haben, dass du mit einer Depression zu kämpfen hast, hol dir bitte professionelle Hilfe bei einem Psychotherapeuten. Mir geht es heute um die depressiven Phasen, Durchhänger, die jeder von uns mal hat.Depressive Phasen führen zu heftiger Selbstkritik und umgekehrt
So eine depressive Phase ist oft verbunden mit starker Selbstkritik und den damit verbundenen Gedanken. Vielleicht ist dir an dem Tag etwas nicht so gelungen, wie du wolltest und du bist enttäuscht von dir. Dann kommt das Gefühl in dir hoch, dass du nie was richtig machst, dass es sowieso alles nicht klappt und du nie was auf die Reihe bekommst. Du wirst so selbstkritisch, dass nichts und niemand eine Chance hätte, dir die Wahrheit zu zeigen. Genau das wäre in solchen Momenten das Beste: Wenn du es schaffen würdest, dich aus den Augen eines anderen zu betrachten, aus einer anderen Perspektive und mit Abstand. Dann würdest du erkennen, was du tatsächlich schon erreicht und geleistet hast. Dein Selbstwertgefühl würde wieder steigen und die kritischen Stimmen hätten weniger Macht. Du kannst selbst entscheiden, ihnen den Macht zu nehmen.6 Strategien für die nächste depressive Phase
Wichtige Frage: Wann kommt es zu diesen depressiven Tiefs? Gibt es einen Auslöser oder eine Regelmäßigkeit? Beobachte dich dafür im Alltag, am besten schon, bevor die depressiven Tiefs überhaupt anfangen können.1) Akzeptiere das emotionale Tief für dich.
Wir sind es so sehr gewöhnt, dass immer alle toll und fröhlich und gut drauf sind. Instagram, Soziale Medien, Serien, Filme … überall werden wir mit Happy-Hippo-Glitzer-Folie überzogen. Fast so, als ob wir uns dafür schlecht fühlen sollten, dass es uns schlecht geht. Gerade Instagram ist da ein besonderer Spezialist: Überall sollten wir dankbar sein für alles. Das kann uns aber auch ganz schön unter Druck setzen, immer funktionieren zu müssen. Mach dich davon frei. Es darf dir auch mal schlecht gehen.2) Der depressiven Phase entkommen mit Mentalreisen
3) Atme die depressive Phase weg
Das wird nicht umsonst gesagt, sondern entspannt deinen Körper. Besonders ein tiefes Seufzen sorgt dafür, dass dein Körper mit Glücks- und Entspannungshormonen durchströmt wird. Damit kann dich die richtige Atmung auch langfristig selbstbewusster machen.4) Banal und wirksam: Mach, worauf du Lust hast.
Schlafen, liegen, essen, Serienmarathon, spazieren gehen, Sport, eingekuschelt Lesen mit deiner Lieblingsschokolade … Was immer dir gut tut. Du willst dich am besten immer glücklich und selbstbewusst fühlen, frei von negativen Gefühlen … Das klappt besser, wenn du dich wohl fühlst. Versuch also, dir im Alltag irgendwo kleine Oasen zu schaffen, bei denen du dich wohl fühlst.5) Bewegung oder Sport helfen tatsächlich.
Dabei werden Endorphine ausgeschüttet, die dich mit Energie und positiven Emotionen durchfluten. Tanze durchs Zimmer (aber Vorsicht, wenn ich das lesen würde, während es mir nicht gut geht, würde ich mir denken: „Du hast sie ja nicht alle, als ob ich jetzt rumtanzen würde.“ Dann lass es und geh lieber eine Runde laufen.6) Autogenes Training.
Am besten nutzt du es in Kombination mit entspannter Atmung und einer Mentalübung, die dich in ein selbstbewusstes Gefühl bringt. Genau die Übung sorgt dafür, dass du dich körperlich glücklich fühlst und mental diesen Effekt noch verstärkst. Dein großer Vorteil ist, dass du die Übung immer und überall machen kannst, ohne, dass es jemand merkt. So kannst du im Alltag direkt schon bei kleinen Anzeichen einer depressiven Phase etwas dagegen tun.
Vielen Dank für diesen Beitrag. Ich glaube, mein Bruder ist depressiv. Deshalb habe ich angefangen, nach mehr Informationen zu suchen. Ich wünschte, ich könnte ihm irgendwie helfen, aber ich denke, es ist an der Zeit, einen Psychologen aufzusuchen.